Angela Baral (HP) - Homöopathie-Praxis

ABLAUF EINER HOMÖOPATHISCHEN BEHANDLUNG

Die ERSTANAMNESE dauert in der Regel 1 - 2 Stunden. Bringen Sie bitte hierzu die Ihnen vorliegenden Befundberichte, Laborwerte, und bei Kindern das Vorsorgeheft und den Impfpass mit. Nach Fallanalyse und Ausarbeitung erfolgt die Verordnung Ihres individuellen homöopathischen Arzneimittels.

Ca. 4-6 Wochen nach Beginn der Einnahme folgt eine ca. halbstündige FOLGEANAMNESE. Bei diesem Termin werden alle Veränderungen gemeinsam besprochen und dokumentiert. Anhand Ihrer Reaktion auf die Arzneigabe wird die weitere Vorgehensweise festgelegt.

Bei einer AKUTBEHANDLUNG zeigt ein gut gewähltes homöopathisches Arzneimittel oftmals schon nach kurzer Zeit (Stunden/Minuten) seine Wirkung.
Der Behandlungsverlauf bei CHRONISCHEN FÄLLEN dauert länger - manchmal Monate bis Jahre. Er ist abhängig von mehreren Faktoren:

1.) Dauer der Erkrankung
2.) Intensität der Erkrankung
3.) Welche unterdrückenden Therapien haben bereits stattgefunden und wie lange?

Bei langjährig bestehender chronischer Erkrankung ist eine Komplettheilung oftmals nicht mehr möglich, vor allem wenn es bereits zu Gewebszerstörungen gekommen ist. Hier ermöglicht eine homöopathische Therapie aber zumindest eine Linderung Ihrer Beschwerden und eine Besserung des Allgemeinzustands und der Stimmung.

DIE EINNAHME DER HOMÖOPATHISCHEN ARZNEI IM CHRONISCHEN FALL

Die Art der Einnahme und die Dosierung Ihres homöopathischen Arzneimittels sind abhängig von Ihrem derzeitigen persönlichen Gesundheitszustand.

Bei einer einmaligen Gabe (C-Potenz) ist zu berücksichtigen:
Lassen Sie das Arzneimittel (2-3 Globuli) langsam auf der Zunge zergehen. 1/4 Stunde vor und nach der Einnahme der Arznei bitte weder Essen oder Trinken oder Zähneputzen.

Bei der Verordnung einer LM/Q-Potenz ist das Arzneimittel öfter einzunehmen (täglich/mehrmals wöchentlich/wöchentlich). Die genaue Dosierung werde ich gemeinsam mit Ihnen festlegen/verändern - abhängig von Ihrer Reaktion auf das homöopathische Mittel.

Störende Faktoren

Bitte beachten Sie, dass manche Genussmittel/Duft- und Zusatzstoffe die Wirkung von homöopathischen Arzneien stören oder verkürzen können. Dazu gehören: Kaffee, Schwarztee, Campher, aber auch ätherische Öle wie Pfefferminze, Menthol, Eukalyptus in Saunaaufguss, Badezusätzen, Erkältungsbonbons, aber auch Drogen aller Art, örtliche Betäubungen, Narkosen usw.
Um den Verlauf ihrer homöopathischen Behandlung korrekt beurteilen zu können, ist es wichtig, dass Sie mich über eventuell störende Faktoren oder von Ihnen parallel durchgeführte Zusatztherapien informieren.


HINWEISE ZUR FRAKTIONIERTEN EINNAHME EINES AKUTMITTELS

Bitte 2-3 Kügelchen (Globuli) des verordneten Mittels in ein halbes Glas (ca. 100 ml) reinen Leitungswassers geben.
Einige Male umrühren und ein Löffelchen dieser Mischung einnehmen, die Flüssigkeit möglichst lange im Mund behalten.
Vor jeder erneuten Einnahme umrühren.
Je heftiger der Zustand/die Schmerzen, desto häufigere Gaben sind erforderlich. Lassen die Beschwerden nach, vergrößern Sie bitte die Abstände.
Sollte nach der 6. fraktionierten Gabe das Akutmittel keine Wirkung zeigen, setzen Sie es bitte ab und rufen mich an.
Die Wassermischung kann problemlos einige Tage verwendet werden, wenn das Glas im Kühlschrank abgedeckt aufbewahrt wird.

BEIPACKZETTEL FÜR HOMÖOPATHIKA

Seit dem Jahr 2001 fordert der Gesetzgeber auch für potenzierte Arzneien einen Beipackzettel. Die auf den Beipackzetteln angeführten Dosierungsempfehlungen sind nur allgemein gehalten. Sie berücksichtigen kaum oder gar keine individuell notwendigen Unterschiede wie:
Höhe der Potenz - Schwere und Dauer der Erkrankung - Ausmaß der Beeinträchtigung der Lebenskraft - Alter des Patienten - Stärke der Lebenskraft.

ERSTREAKTION

Zu hohe Potenzen und/oder zu häufige Gaben können dazu führen, dass eine heftige Erstreaktion eintritt oder der Patient Symptome bekommt, die zum Wirkungsspektrum der Arznei gehören. Deshalb ist für die sichere Bestimmung der dem Beschwerdebild ähnlichsten Arznei und für die Wahl der passenden Potenz und der Gabenhäufigkeit eine sorgfältige und umfangreiche Ausbildung unerlässlich. Von einer Selbstbehandlung ist abzuraten.
Richtig angewandt heilt die Homöopathie sanft, dauerhaft und ohne Nebenwirkungen.

KONTAKTAUFNAHME UND RÜCKSPRACHE

Bei Auftreten von neuen oder Ihnen unbekannten Beschwerden, bei starken Schmerzen und bei Auftreten einer akuten Erkrankung, d. h. bei deutlichen Befindensänderungen sollten Sie mit mir Kontakt aufnehmen, vor allem dann, wenn Sie Ihr Arzneimittel in einer LM/Q-Potenz einnehmen. Wir werden dann gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden.


LAGERUNG DER HOMÖOPATHISCHEN ARZNEIEN

Bitte lagern Sie Ihre homöopathischen Arzneien nicht in der Nähe stark riechender Substanzen (Parfüm- oder Kühlschrank), in der Nähe von Strahlungsquellen (Handy, Fernseher, Radio, Computer, Mikrowelle) oder an Orten mit direkter Sonneneinstrahlung oder großer Wärme.